• Ich habe zwei Brüder und eine Schwester, alle sind jünger, allerdings bin ich die kleinste.
  • Alle Dinge, die ich beginne, führe ich mit vollstem Ehrgeiz aus. Entweder ganz oder gar nicht.
  • Ich liebe Sprachen – in meinem bisherigen Leben habe ich bis dato vier Fremdsprachen gelernt: Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch.
  • Ich bin zwei Mal in meiner Schullaufbahn sitzen geblieben.
  • Ich kann zwei Filme fast auswendig mitsprechen: “Austin Powers in Goldständer” und “Sex and the City – Der Film”.
  • Ich bin ein Sensibelchen. Und ich kann alles ganz genau analysieren, bevor es passiert: Stimmungen, Menschen und ihr Verhalten. Deswegen bin ich leider auch manchmal etwas überempfindlich.
  • Mein Nachname wird grundsätzlich falsch geschrieben, auch wenn man ihn buchstabiert.
  • Ich mag Tomaten in allen Variationen, aber nicht roh.
  • Ich habe ein schlechtes Gedächtnis, kann mir aber Geburtstage und Zahlenabfolgen sehr gut merken.
  • Irgendwann ließ ich mich “Jenny” rufen, weil es meistens furchtbar klingt, wenn Menschen “Jennifer” sagen.
  • Neben „Jenny“ habe ich ungefähr eine Millionen andere Spitznamen – irgendwie benutzt jeder einen anderen.
  • Ich trank bis zum 21. Lebensjahr – mit einer Ausnahme – niemals Alkohol. (Dann begann ich zu arbeiten.)
  • Arbeitstechnisch bin ich unglaublich pingelig. Ich lege meine Dateien mit System auf dem Server ab und hasse unsortierte und unübersichtliche (PSD-)Dateien. Daher werde ich meistens nur “Datei(ablage)-Nazi” genannt. Schlimm.
  • Bei Rechtschreibung bin ich da übrigens genauso.
  • Ich gebe das meiste Geld für Lebensmittel und Serien-DVDs aus.
  • Ohne Smartphone kann und will ich nicht mehr leben.
  • Ich kenne scheißviele Schlager auswendig. (Dank meiner Mutter.)
  • Fleisch mochte ich noch nie wirklich gerne, inzwischen verzichte ich komplett darauf.
  • Ich bin unglaublich impulsiv.
  • Als Kind wollte ich Schriftstellerin werden.
  • Ich handle immer nach Bauchgefühl.
  • Ich presse mir jeden Morgen Orangensaft.
  • Ich mag keine menschenüberfüllten Räume und überhaupt … Kontakte knüpfen, brrrr.
  • Ich hasse es, mit den Händen zu essen, Creme zu benutzen oder sonst irgendwie was zu machen, das einen Fettfilm auf der Hautfilm hinterlässt.
  • Mein schlechtestes Schulfach war Biologie. (Was wäre mein Abischnitt traumhaft geworden, hätte ich davor gewusst, dass das in den Gesamtschnitt zählt.)
  • Ich trage Schuhgröße 39.
  • Meine Fähigkeit, mich verbal auszudrücken, strebt irgendwo gegen Null (und das in Kombination mit Alkohol, uiuiui).
  • Ich bin ein Scheidungskind – und bin wahrscheinlich eines der wenigen Kinder, die das auch gut so fanden und finden.
  • Ich kann echt über jeden Scheiß lachen, und das mehrmals. Freunde von mir nennen es „Witze-Repeat“.
  • Ich bin ein guter Verlierer.
  • Songtexte kann ich mir unglaublich gut merken – sogar auf Französisch oder Spanisch, ohne sie wirklich zu verstehen.
  • Mein bestes Weihnachtsgeschenk war ein „Destroyer Droid“ aus Star Wars von Lego Technik.
  • Ich kann Klarinette spielen. Und Saxophon. Und Blockflöte.
  • Im Blockflötespielen war ich allerdings so unmotiviert, dass mich meine Blockflöte-Lehrerin aus der Gruppe geschmissen hat.
  • Ich glaubte wirklich sehr, sehr lang an den Weihnachtsmann, Osterhasen, das Christkind, die Zahnfee & Co. ICH NAIVCHEN!
  • Ich kann tagelang über die Menschheit oder die Menschen an sich philosophieren. Überhaupt denke ich viel zu viel nach.
  • Manchmal habe ich auch Anfälle von Weltschmerz.
  • Ich kann nach außen hin keine Gefühle zeigen, weil ich diese dann nicht regulieren kann. Ebenso wenig kann ich mit Gefühlsausbrüchen anderer umgehen – in dieser Hinsicht bin ich wirklich unglaublich roboterhaft.
  • ABER INNERLICH EXPLODIERE ICH!
  • Ich mag es nicht, wenn Menschen einen ständig anfassen müssen (Schulterklopfen, Hand auf den Arm legen …).
  • Manchmal kann ich mich einfach nicht entscheiden, ob ich mal sesshaft werden will oder … PARTY PARTY PARTY!
  • Ich mag es nicht, in der Öffentlichkeit zu telefonieren, wenn mir alle zuhören. Die Anrufenden empfinden mich in diesen Situationen meistens als unfreundlich.
  • Überhaupt telefoniere ich fast gar nicht.
  • Menschen, die knauserig sind, kann ich auf den Tod nicht ausstehen.
  • Ich bin nicht nachtragend.
  • Geld ist mir nicht wichtig.
  • Ich bin eigentlich ständig in Bewegung, oder: im Prozess.
  • Der Mensch, der mir am meisten das Leben erschwert, bin ich selbst.
  • Ich werde ständig zehn Jahre jünger geschätzt. (Kein Scheiß.)
  • „Hey there Delilah“ war das Lied, das ich bisher bei meinem ersten und einzigen Karaoke sang. Es war eine Katastrophe.

[via]



Eindeutiger Vorteil, den Führerschein später gemacht zu haben: kein widerliches Bogen-Papier-Gelerne. Eindeutiger Nachteil: der große Teil meiner Umwelt hat den Führerschein schon und kann meine Begeisterung fürs Fahren überhaupt nicht nachvollziehen, weil sie verdammt noch mal den Lappen schon vor zig tausend Jahren gemacht haben.

Nachdem ich gestern das zweite Mal aufm Wasen rumgefahren bin, bisschen anfahren, schalten, lenken und so lustige Sachen, ließ mein Fahrlehrer Jürgen* mich tatsächlich auf die Straße. Ich meine, mit einem Auto, so richtig auf einer richtigen Straße! Voll cool, ich bin fast ausgeflippt. (An dieser Stelle winken alle schon total genervt ab, everyday routine und so.) Und schwuppdiwupp ab in die City gecruist, fast in den fiesen Blitzer in Cannstatt, weil ich dachte, ich passe mich einfach der Geschwindigkeit an (60 km/h, voll schnell, wooohoo, nur den Karren in der Kurve nicht ausbrechen lassen).

In der Tiefgarage war das dann alles etwas eng und ungeschickt, und hier musste Jürgen mir tatsächlich mal ins Lenkrad greifen – aber hey, man kann ja nicht alles können. Rückwärts einparken war so beim ersten Mal auch nicht so der Knüller. Außerdem habe ich eine Handhaltung am Lenkrad wie manche mit ihren Weingläschen, kleiner Finger wegstrecken und so. Das hat mir Jürgen gleich mal wieder ausgetrieben.

Er schätzte mich nach eindringlicher Musterung erst auf neunzehn, Anfang zwanzig. “Wie, Du bisch siebnazwanz’g? Hosch Di aber gut g’halda! Bisch wenigschtens scho v’rheiraded und hosch Kend’r?” Nach Jürgen ist man fürs Heiraten und Kinderkriegen nämlich fast nicht zu alt. “Na ja, aber mit sechzeh brauchschd ja au no ed ofanga, gä.”

Ich rechne meine Fahrstunden übrigens nie in Stunden um, sondern in Euro. Eine kostet vierzig Euro, und zweihundert Euro habe ich schon verfahren. Man muss sich schließlich immer vor Augen halten, wie teuer der ganze Spaß ist (und wie viel man so beiseite legen muss, hmpfgrmbl).

Morgen um halb acht in der Früh geht’s schon wieder weiter, locker-lässig durch die City.

* Name von der Redaktion geändert, Anonymität und so.



Serientechnisch konnte ich mich im Mai nicht entscheiden, mit was ich so weitermachen wollte – begonnen habe ich mit der ersten Folge The Walking Dead, Modern Family und den ersten beiden Folgen The IT Crowd. Ansonsten sah ich Prison Break (S01 E18-22 (komplett)), Gossip Girl (S02 E12-17), Mad Men (S03 E04-13 (komplett – was für ein Finale!)) und Big Bang Theory (S01 E01-06). Das macht 37 Folgen.

Filmtechnisch sah ich einen schlechten Horrorstreifen – Orphan – und mal wieder Sex and the City – Der Film.

Gelaufen bin ich auf Grund des Urlaubs und Krankheit – mal wieder – nicht viel: 32 Kilometer. Mit den Skates war ich nach langer Zeit auch mal wieder unterwegs: 21 Kilometer.

Ich hörte am meisten Daft Punk. Nicht das neue Album (das nach meiner bescheidenen Ansicht nicht so wirklich der Burner ist), sondern “Discovery”. Ansonsten die üblichen Verdächtigen, die Backstreet Boys (FANGIRL), Tegan and Sara, Yeah Yeah Yeahs, Christina Aguilera (WTF?), Depeche Mode, Elliott Smith, Britney Spears (FANGIRL), Sia und Muse.

Im Mai habe ich meine Theorieprüfung bestanden, am Donnerstag nächste Woche meine erste Fahrstunde, und auch so ist es schön anzusehen, wie das Geld für den Führerschein förmlich wegschmilzt. Ich habe nach meinem Peru-Urlaub endlich wieder Reis gegessen, war auf dem Holi Festival, habe mein Zimmer aufgeräumt (unbedingt notwendig!), und auch sonst war mein Leben sehr spektakulär.

Im Juni hoffe ich auf weniger Regen. Aber so wie’s aussieht, kann man sich das wahrscheinlich getrost in den Arsch schieben.

P. S.: Ich lud das Video direkt bei YouTube hoch und fügte den Sound im Nachhinein zu – falls sich jemand über den subtilen Ausklang wundert.



Hallo, Freunde der Sonne.

Heute hatte ich um neun Uhr beim TÜV Süd in Stuttgart meine Theorieprüfung. Ich habe zuvor Tag und Nacht gelernt, und es hat sich rentiert: ich habe fast fehlerfrei bestanden. (Keine Ahnung, was falsch war – ich war so erfreut, dass ich schnurstracks aus dem Prüfungszimmer stürmte und mir einen Apfel zu einem Wucherpreis von fünfundsechzig Cent kaufte – Hauptbahnhof (tief), oh Du teures Pflaster.)

Anschließend war ich mittags mit meinen Kollegen T. und H. Im Rappen essen, wo die Spargel so groß waren, dass man sie glatt für Penissen halten konnte.

Und als final surprise schiss mir ein Vogel voll auf den Kopf.

Das war halb so eklig, wie es sich anhört (zumindest für mich, mein Kollege T. fängt da immer fast an zu kotzen). An dieser Stelle ein großes Dankeschön an H., die mir geholfen hat, den Scheiß aus den Haaren zu bekommen.

Um dieses Thema als Top-Thema auf Arbeit zu degradieren, lasse ich mich bald vom Fahrschul-Auto von der Arbeit abholen.

In diesem Sinne: allen einen schönen Abend.



Als ich 1997 das erste Mal an einem PC saß und Visitenkarten mit “Arielles Druckstudio” gestaltete (ich war noch nicht so geübt, es war schwarze Schrift auf dunkelblauem Hintergrund) und zwei Jahre später anfing, mich mit Webseiten auseinanderzusetzen, war eigentlich schon abzusehen, wie ich später mein täglich Brot verdienen sollte.

In der neunten Klasse beschäftigten wir uns ausgiebig mit dem Thema Beruf und Bewerbung, und ich weiß noch, dass wir vier Stunden lang Zeit hatten, einen Test auszufüllen, der uns helfen sollte, den richtigen Beruf zu finden.
Es waren allerlei Fragen zu diversen Themen, zu unserer Person und unseren Hobbys. Schon damals beantwortete ich alle “Computerfragen” zu 100 % richtig, dann kombinierte die Auswertung meine “Kontaktfreudigkeit” von sagenhaften 4 % damit und schon kam als vorgeschlagener Beruf der Programmierer dabei heraus (wie klischeehaft).
Da meine Logik allerdings so ziemlich für den Arsch ist und neben dem gigantischen Computerwissen auch einen hohen Ausschlag bei “Kreativität” zu verzeichnen war – ich meine, es waren 84 % – verwarf ich das gleich wieder und nun ja, im Endeffekt wurde ich eben Mediengestalter.

Als ich 2007 meine Ausbildung begann, war das mit den digitalen Medien noch nicht besonders ausgereift, zumindest nicht in der Masse. Das spiegelte sich auch an den Schwerpunkten weiter: vier Klassen mit Schwerpunkt Print, eine mit Schwerpunkt Digital – meine Klasse. Damals machte man halt noch “Webseiten” – und für die meisten waren digitale Medien nicht mehr als eine “kleine IT-Abteilung”.

Auf Grund des Fakts, dass man es in diesem Bereich meistens mit Menschen zu tun hat, die ihr Hobby tatsächlich zum Beruf gemacht haben und sich dementsprechend sehr gut mit der Materie auskannten, hatten es die Lehrer nicht immer leicht, weil wir es einfach oft besser wussten. Das Niveau des Unterrichts war dementsprechend recht einfach, außer es ging um Theoriefragen, die eigentlich sowieso keinen interessierten (RGB-Werte in Hexadezimalzahlen umrechnen und solche Späße).

2007 lernte ich in meinem Ausbilungsbetrieb alle Programme aus der Adobe-Reihe – Photoshop beherrschte ich schon, hinzu kamen Illustrator, InDesign und Flash. Flash war damals noch ganz groß, und wir produzierten Flash-Image-Filme wie am Fließband. 2010, als ich meine Ausbilung erfolgreich abschloss, krähte kein Hahn mehr danach.

Als ich in meiner zweiten Agentur angestellt war, die sehr printorientiert war, erkannte ich, dass man selbst in solchen Läden den digitalen Aufschwung nicht mehr ignorieren konnte. Apps waren im Kommen, sogar der kleinste Kunde wollte eine Webseite und plötzlich benutzten alle soziale Netzwerke.
In dieser Zeit machte ich bis auf sehr wenige Ausnahmen nur noch Print und merkte, dass ich in Zukunft niemals mehr schwerpunktmäßig gedruckte Dinge entwerfen will. Es hat mich schlicht und einfach nicht glücklich gemacht, ganz im Gegenteil – sogar sehr unglücklich. Mir fehlte der schnelle Wandel, die neuen Techniken, das Neue-Dinge-Ausprobieren und vor allem: das Nicht-stehen-bleiben.

Ich weiß noch, als digitale Medien immer ein bisschen stiefbrüderlich zu den Printsachen behandelt wurden. Heutzutage sind sie gar nicht mehr aus dem Agenturleben wegzudenken, weil sich alles mehr in Richtung Online entwickelt und die Masse mitzieht: mit ihren Smartphones, mit ihren Tablets und den sozialen Netzwerken, in denen sie sich tummeln. Die digitale Landschaft entwickelt sich weiter, und somit erhöht sich auch der Nachwuchsbedarf, der in Sachen Digitalmedien gebraucht wird.

Mein Beruf wird eigentlich nie langweilig, einfach, weil es immer Neues gibt. Als ich mich in meiner neuen Agentur einarbeitete, beschäftigte ich mich nach langer Zeit wieder mit “aktuellen digitalen Themen” – mit responsive Design, also dem Optimieren einer Webseite für alle möglichen Endgeräte. Und natürlich mit Interface-Design, was Apps betrifft, und alles, was dazugehört. Alles neue Bereiche, die neue Herausforderungen schaffen, und somit meine Begeisterung, für das, was ich tue, fördern. Und das schöne ist: es bricht nicht ab.

Ich dachte vor über einem Jahr mal, dass dieser Beruf nicht das Richtige für mich sei. Heute lache ich mich für diesen Gedanken aus und sage: ein <3 für digitale Medien.



Holi Festival

Nein, wir sind hier nicht irgendwo in Japan, um uns gegen fiesen Stadtschmutz zu schützen, sondern waren tatsächlich auf dem Holi Festival in Stuttgart/Böblingen. (Allerdings hatten die Masken durchaus eine Daseinsberechtigung, wer hat die eigentlich aufgetrieben?)

Kurz zusammengefasst: Gegen halb drei kamen wir in Böblingen an, wo das Festival stattfinden sollte. Es brauchte eine dreiviertel Stunde, um aufs Gelände selbst zu kommen, da der Andrang richtig groß war, was auch okay war. Wir brauchten eine dreiviertel Stunde, um Farbbeutel und Marken zu kaufen, da man Essen und Getränke nicht mit Bargeld zahlen konnte – war auch noch okay. Wir brauchten allerdings noch mal so lange, bis wir drei Portionen Pommes hatten (btw: ohne Ketchup oder Mayo – SO SAD), bei den Getränken war es genau so, wenn nicht noch schlimmer, da sehr heiß.
Für die Pappbecher (!) musste man einen Euro Pfand zahlen, kam aber zur Nachmittagszeit eigentlich nicht mehr wirklich zu den Ständen zurück. Überhaupt war das Gelände viel zu klein für so viele Menschen. Gegen 18 Uhr verließen wir das Gelände schließlich wieder.

Wer also auch hinwollte und doch nicht konnte: verpasst habt ihr nicht viel – die Orga hat’s versaut. Und wenn die Stimmung sinkt, macht’s die Farbbeutelwerferei leider auch nicht besser.



Prison Break

Ich blogge eigentlich selten über Serien. Ich schaue sie zwar gerne – aber irgendwann fand ich heraus, dass es mich nicht sonderlich erfüllt, etwas darüber zu schreiben. Aber hier muss ich wirklich mal ran.

Mein Repertoire an Serien, die ich schaue, ist breit gefächert: ich mag gerne Serien mit Tiefgang wie beispielsweise “Six Feet Under” oder “Mad Men”. Oder auch mal “Frauen”-Serien wie “Gossip Girl” oder “Sex and the City”. Manchmal auch Dinge aus dem Teenie-Genre wie “O.C. California” oder “One Tree Hill”. Sogar Ärzte-Serien wie “Grey’s Anatomy” und Mystery-Zeugs wie “Lost” haben es in mein Regal geschafft – und sobald ich eine Empfehlung bekomme, bin ich auch gerne bereit, mir Dinge anzusehen, die ich mir sonst niemals anschauen würde.
“Prison Break” fand ich in einem der vielen Regale im Saturn, auf der Suche nach etwas Neuem. Der Klappentext war ganz überzeugend, und da ich schon früher immer gerne Frauenknast schaute da ich das Gefängnis-Szenario an sich ja ganz interessant finde (klingt ein bisschen wie ein Fetisch), dachte ich mir, das könnte ja ganz nett werden. (Im Prinzip hätte ich so eine Serie nie geschaut, allerdings dachte ich mir, ich könnte ja mal ein bisschen “ausbrechen”.)

“Ganz nett” trifft es witzigerweise auch schon ganz gut. Ich bin ehrlich gesagt immer so ein bisschen im Zwiespalt, ob ich Prison Break nun gut oder schlecht finden soll, wenn mich jemand (… also keiner) nach meiner bescheidenen Meinung fragt, weil: unterhaltsam war es durchaus. (Außerdem sieht der Hauptdarsteller verdammt heiß aus.) Allerdings überwiegen die negativen Punkte, und das ärgert mich verdammt noch mal wirklich – einfach, weil die Serien durchaus Potential hätte haben können.

Es gibt Filme, deren Charaktere und Handlungen so verworren zusammenhängen, dass man erst zum Schluss diesen “Aha-Effekt” erlebt – also was Durchdachtes und somit Hochwertiges, da sich jemand bei so Dingen wirklich einen Kopf macht, den Zuschauer auf (falsche) Fährten zu locken und danach doch alles subtil aufzulösen. Prison Break ist auch so angedacht worden, oder: wollte so werden. Die Voraussetzungen waren nicht schlecht, wenn oft auch etwas arg Gefängnis-klischeehaft: Es gab sympathische Insassen, hasswürdige Insassen, gute Wärter, böse Wärter, Schwule, Vergewaltiger, und natürlich das Rassen- und Banden-Problem.
Trotzdem hatte man durchweg das Gefühl, dass die Produzenten und Schreiber eine aufwändige Story kreieren wollten, die Zuschauer aber für saublöd hielten, dass die meisten Handlungen und Verflechtungen zwischen den Charakteren und die Handlungsabläufe so offensichtlich waren, dass man dauernd hätte weinen können.

Hinzu kommt, dass die Story recht einfach ist – was an sich ja nichts Schlechtes ist, zieht man Handlungsstränge wie hier nicht künstlich in die Länge. Man hat auch versucht, den Nebendarstellern eine wichtige Geschichte zu geben, allerdings waren diese oftmals so flach, kurz und konstruiert wirkend, dass man das Gefühl hatte, dass diese nur dazu da waren, um die Story künstlich aufzublasen und ihr Pseudo-Tiefe zu geben.
Zurück zum Längen-Thema: Ich wusste anfangs nicht, dass Prison Break zweiundzwanzig Folgen enthält, denn nach den ersten zehn dachte ich tatsächlich, jetzt müsste das Ende ja nah sein. Dann kam etwas Neues, das die Haupthandlung unterbrach. Fünf weitere Folgen war es ähnlich. Und nach wieder weiteren fünf freut man sich tatsächlich aufs Ende, damit das Ganze mal ein Ende hat. Das ist tatsächlich auch ganz spannend – und was passiert dann? Ein Cliffhanger. EIN CLIFFHANGER! Ich wäre fast ausgerastet.

Es ist ja okay, die Story für die nächste Staffel ein Stück weit offen zu lassen, aber für mich gehört zu einem guten Staffelfinale immer dazu, dass eine Story an dieser Stelle so weit erzählt ist, dass sie abgeschlossen werden kann – um so Platz für eine neue zu schaffen. Das erwartet man ein Stück weit doch auch vom Ende, zumindest ist das bei mir so.

Und so blieb nach der letzten Folge gestern einfach nur ein bitterer Nachgeschmack zurück, nämlich: ich würde ja gerne wissen, wie es nun weitergeht – beziehungsweise die Story endet – allerdings war die Art und Weise, wie das Ganze aufgezogen wurde, nicht so überzeugend, dass ich mir jetzt die nächste Staffel holen wollte. Auch diejenigen, die die Serie schon in der weiteren Fortsetzung sahen, rieten mir eher davon ab.

Daher, liebes Prison Break, war das nur eine kurze Romanze zwischen uns. Kurz und schmerzlos. <3



Hier seht ihr das Ergebnis, wenn vier Menschen mit fünf Kameras filmen, und eine davon so alt ist, dass der Qualitätsunterschied zum Rest fast als total künstlerisches Stilmittel bezeichnet werden könnte. Kein Glanzstück meiner Film-Karriere, aber völlig wurscht, hier ist jedenfalls das Ergebnis, das leider nicht die komplette Vielfalt widerspiegeln kann, aber zumindest einen Teil davon.

Hier bei Interesse eine kleine Trackliste:

  • 0:22: Eines der wenigen peruanischen vegetarischen Gerichte: Papa a la Huancaína. Schmeckt übrigens besser, als es hier auf dem Video aussieht.
  • 0:39: Hier saßen wir fast drei Stunden auf dem Weg von Lima nach Cajamarca in den Anden fest wegen eines Erdrutsches, der die Straße versperrte. Das passierte uns in den Anden fast ein Mal am Tag.
  • 1:21: Ich habe nie irgendwo besser geschlafen, als in den Hängematten auf dem Schiff von Yurimaguas nach Lagunas (ein Dorf, das nur über den Fluss erreichbar ist).

(Und ich schnitt das erste Mal mit Adobe Premiere anstatt mit iMovie, was mir wahrscheinlich viele Anhäufungen von Wutanfällen und zertrümmerte Möbel erspart hat (außer beim Exportieren, allerdings weiß ich jetzt ziemlich viel über Halbbilder). Allerdings hatte einer der Filmer eine etwas unruhige Hand, aber das nehme ich mal so hin, wenn ich schon nicht mit Sorgfalt selbst gefilmt habe. :roll: )

Eine textliche Zusammenfassung gibt es erst ein paar Tage später, wenn ich die Fotos sortiert habe und mich entscheiden kann, was ich alles in den Beitrag packe und was nicht, um den Rahmen zwischen Kurzfassung und Roman nicht zu sprengen. In diesem Sinne – ein wunderschönes Rest-Wochenende.

Bisherige Urlaubsvideos: Italien/Gardasee (2012), Mallorca (2012), Kenia (2011).



Ich sah Hitchcock, Gladiator, Life of Pi und Vielleicht lieber morgen (die beiden letzten im Flugzeug).

Ich habe mir außerdem Gossip Girl (S01 E08-18 (komplett), S02 E01-11), Boardwalk Empire (S01 E06-12 (komplett)), Prison Break (S01 E01-17), Misfits (S02 E01) und Mad Men (S03 E01-03) angesehen. Das macht insgesamt 40 Folgen und erklärt die vielen Serien-Aufnahmen im Video (und den Serien-Überschuss erklärt meine Impf-Grippe, hüstel).

Durch meinen “Bandscheibenvorschub” (Definition des Orthopäden) beziehungsweise meiner “Gelenküberlastung” (Definition der Physiotherapeutin) und dem Urlaub lief ich bis Mitte April 38 Kilometer. Hätte ich in dem Tempo und der Intensität so weitergemacht, wäre für meine Verhältnisse ganz schön was zusammengekommen – aber Gesundheit geht vor. (Ich habe übrigens die leise Vermutung, dass zu schwere Gewichte der Beinpresse im Fitnessstudio für die Gelenkschmerzen beim Laufen sorgten – aber was weiß ich schon im Gegensatz zu einem Orthopäden oder einer Physiotherapeutin. -.- )

Am meisten gehört habe ich Feist, Backstreet Boys, Django Django, Britney Spears, Christina Aguilera, Tegan and Sara, Elliott Smith, Santigold, Icona Pop und Paul Simon. Es war also ein bisschen trashig.

Ich ließ mich in einer Woche acht Mal impfen, um gesund wieder aus Peru zurückzukommen – was ich auch tat. Ich war in Wertheim Village und kaufte mir Laufklamotten für den Sommer. Ich aß auf Grund mangelnder Auswahl an vegetarischen Gerichten (!!!) im Urlaub zwei Wochen lang Brötchen, Obst, Reis, Omelette und ein paar Kartoffeln und erfreue mich momentan wirklich an allem, das ich mir jetzt wieder einverleiben kann.

Ziele für Mai: Theorieprüfung bestehen, erste Fahrstunden ausmachen, Beginn mit der Wohnungssuche (again), Vorbereitung auf den 7-Kilometer-Lauf beim Stuttgart Lauf im Juni.

Februar. März.



Poncho

Es gibt etwas, das ich mir tatsächlich aus Peru mitgebracht habe: einen Poncho. (Jeder sollte einen Poncho haben.) Wie es das Schicksal so wollte, passt dieser auch farblich gut zu meiner Jogginghose, so dass mein Flugzeug-Outfit voll aufeinander abgestimmt war und ich zwischen den piekfeinen Business-Fliegern gar nicht großartig auffiel.

Ich habe während der vielen Fahrten durch Peru und während des Rückflugs schon einiges für mich im Kopf zusammengefasst, das ich loswerden will – allerdings muss ich erst mal alle Eindrücke sortieren, Bilder durchforsten und vor allem die Dinge einfach mal sacken lassen. Daher an dieser Stelle vorerst ein Mini-Resümee.

Dinge, die ich nach zweieinhalb Wochen vermisst habe:

  • Gemüse. Kaum zu glauben, aber Gemüse gab es quasi nie als Beilage. Stattdessen Reis (immer). Oder Kartoffeln. Oder beides. Manchmal Bohnen. Kohlehydrate mit Kohlehydrate sind dort keine Seltenheit. Kulinarisch gesehen war’s kein wirklich großer Erfolg.
  • In ein Taxi zu steigen ohne den Beisatz: “Taschen zwischen die Beine, Fenster hoch und Türen abschließen!”
  • Ein richtiges Bett (ohne Ungeziefer).
  • Last but not least und scheiße noch mal: MEIN GLÄTTEISEN!

Dinge, die ich nicht vermisse:

  • Reis. Nuff said.

Dinge, die ich vermisse:

  • Schönes, warmes Wetter.
  • Sternenklare Nächte im Dschungel. (Außer in Lima selbst. Da ist nix zu machen.).
  • “Es gibt Reis, Baby!” (Ich wünsche mir ein Tamborin.)

In diesem Sinne werde ich mich erst mal regenerieren, hänge nämlich noch irgendwie im Jetlag fest. So richtig tief geschlafen habe ich natürlich erst die letzte halbe Stunde (von über fünfzehn Stunden Flug) – schön mit offenem Mund, ständig wegkickendem Kopf und einem Sabber-Faden.



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